Conversion Killer der Woche: Lange Ladezeiten

Ops, Tastatur

Lange Ladezeiten sind nicht nur schlecht für das Ranking Ihrer Website in der Google-Suchergebnisliste. Sie können auch in Sachen Conversion Rate gewaltigen Schaden anrichten. Die Info-Grafik „The Need for Speed“ hält beeindruckende Zahlen bereit: So führt eine Sekunde Verzögerung bei der Ladezeit zu einer Verringerung der Conversion Rate um 7 Prozent!

Info-Grafik Ladezeiten

Infografik "The Need for Speed"

Kostenlose Online-Tools zum Überprüfen der Ladezeit:

Jeden Freitag stelle ich hier einen Conversion Killer vor, der mir aufgefallen ist. Nicht, um jemanden bloßzustellen, sondern um dafür sensibilisieren, was User alles am erfolgreichen Abschluss hindern kann – möglicherweise ohne dass die Betreiber der Website etwas davon ahnen.

Haben Sie auch einen Conversion Killer gefunden, der auf Marketing Kitchen veröffentlicht werden sollte? Dann schicken Sie mir einfach den Link mit einer kurzen Beschreibung an info@marketing-kitchen.de.

Titelbild: Fotolia, Momius

2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Ich mach‘ mal den Advocatus Diaboli: Menschen sind nur dann ungeduldig und klicken schon nach zwei Sekunden weiter, wenn sie keine konkrete Erwartungshaltung haben. Wenn ich auf die Amazon-Startseite gehen will, weil ich dort einen Kauf plane, dann tippe ich nicht gleich „otto.de“ ein, nur weil die Amazon-Seite nicht sofort aufpoppt.

    Und viele Zahlen über Konversionsverluste durch langsam ladende Seiten sind auch deshalb mit Vorsicht zu genießen, weil die entsprechenden Studien von Firmen in Auftrag gegeben wurden, die ihr Geld damit verdienen, die Ladezeiten von Websites zu verkürzen. Zum Beispiel bezieht sich die oben veröffentlichte Grafik unter anderem auf Gomez („Why Performance Matters“). Der so genannte Gomez Test wird von Compuware angeboten, einem Unternehmen, das mit Web-Performance-Optimierung Geld verdient. Es ist so ein bisschen so, als würde man einen Reifenhändler fragen, ob die alten Winterreifen noch für eine Saison taugen oder nicht;-)

    Allerdings: Natürlich hat die Autorin recht, wenn sie darauf verweist, dass Ladezeiten ein Ranking-Faktor für Google sind, und natürlich hat nicht jedes Web-Angebot die Stellung von Amazon oder Google, wo man schon mal auf den Refresh-Button drückt und die Internet-Verbindung überprüft, bevor man sich Alternativen zuwendet.

    Und natürlich liebt jeder Websites, die schnell und geschmeidig funktionieren.

    • Hallo Frank,

      leider wird in unserer Branche generell sehr unkritisch mit Studien und deren Auftraggebern umgegangen. So fanden etwa die Anbieter von Gütesiegeln heraus, dass diese die Konversion besonders fördern. Wer hätte das gedacht? Oder bestimmte Payment-Anbieter finden heraus, dass genau ihre Zahlungsmethode bei den Usern besonders gut ankommt. Das hat natürlich alles ein „G’schmäckle“, muss aber nicht zwingend bedeuten, dass die Ergebnisse falsch sind. Solche Ergebnisse werden aber i.d.R. ohne sie zu hinterfragen von allen möglichen Medien übernommen und publiziert – insofern bin ich da in guter Gesellschaft 😉

      Viele Grüße

      Bärbel