Conversion Killer der Woche: Die Passwortschikane

Ops, Tastatur

Im letzten „Conversion Killer der Woche“ ging es um die Registrierungspflicht in Onlineshops. Der Zwang zum Kundenkonto führt in zahlreichen Fällen zum Abbruch der Bestellung. Doch für User, die sich davon nicht abschrecken lassen, hält der gleiche Shop noch eine weitere Überraschung bereit: Die Passwortschikane.

Schon das Registrierungsformular als solches verlangt dem User einiges ab. So müssen E-Mail-Adresse sowie Passwort wiederholt werden und ein CAPTCHA eingegeben werden.

Registrierungsformular (Ausschnitt)

Darüber hinaus werden die Kunden in spe mit paranoiden Richtlinien zur Passwortsicherheit schikaniert. Wohlgemerkt: Es handelt sich nur um ein Kundenkonto, nicht um die Anmeldung in einem sicherheitskritschen, hochgeheimen System.

Anforderungen an das Passwort

 

Man muss sich das einmal auf der Zunge zergehen lassen:

Ihr Passwort muss mindestens 8 Stellen und darf maximal 15 Stellen haben.

Ihr Passwort darf maximal 3 gleiche aufeinanderfolgende Buchstaben oder Zahlen haben.

Ihr Passwort muss wenigstens einen Buchstaben enthalten und darf maximal 4 gleiche Buchstaben haben.

Meine Empfehlung

Datensicherheit ist wichtig, doch Sie sollten es Ihren Usern nicht allzu schwer machen, ein sicheres Passwort auszusuchen. Bedenken Sie, dass Ihre Kunden auch noch in anderen Shops registriert sind und keine Lust haben, sich für jeden Shop eine andere komplizierte Zeichenkette zu merken.

Jeden Freitag stelle ich hier einen Conversion Killer vor, der mir aufgefallen ist. Nicht, um jemanden bloßzustellen, sondern um dafür sensibilisieren, was User alles am erfolgreichen Abschluss hindern kann – möglicherweise ohne dass die Betreiber der Website etwas davon ahnen.

Haben Sie auch einen Conversion Killer gefunden, der auf Marketing Kitchen veröffentlicht werden sollte? Dann schicken Sie mir einfach den Link mit einer kurzen Beschreibung an info@marketing-kitchen.de.

Titelbild: Fotolia, Momius