Die Webseiten-Diät

Waage, Quelle: MS OfficeAlle Jahre wieder: Die Weihnachtsfeiertage mit Gänsebraten, Glühwein und Plätzchen sind vorbei. Ab jetzt wird dem Winterspeck der Kampf angesagt.  Auch Webseiten tragen oft „überflüssige Pfunde“ mit sich herum. Das können zum Beispiel bestimmte Features sein, die einmal angesagt waren, aber heute einfach nicht mehr zeitgemäß sind. Überflüssige Elemente und Features lenken Ihre User ab und können dazu führen, dass sie Ihre Seite verlassen, ohne zu konvertieren. Auch Bilder, die die Ladezeit verlängern, jedoch sonst keinen Mehrwert bieten, schaden der Konversion. Ist Ihre Website zu dick? Mit dem 6-Punkte Plan können Sie überflüssigen Ballast loswerden.

Der 6-Punkte-Plan zum Abspecken

1. Kürzen Sie überflüssigen Text auf der Startseite

Willkommensgrüße sind ein Relikt aus den Anfängen des Internet. Obwohl heute nicht mehr zeitgemäß, findet man sie immer noch häufig bei  kleineren Unternehmen und Nischenshops.

Text auf der Startseite ist nicht generell falsch, aber kurz und knackig sollte er sein. Wichtig ist, dass Ihre User den Geschäftszweck Ihres Unternehmens bzw. den USP Ihres Angebots auf Anhieb erkennen. Gerade bei Webseiten mit erklärungsbedürftigen Produkten machen ein bis zwei erklärende Sätze zum Angebot durchaus Sinn.

2. Reduzieren Sie die Social Bookmarking Icons

Ich sehe immer wieder Webseiten, die durch einen Overkill an Social-Bookmarking-Icons verunstaltet werden. Social Bookmarking kann die Reichweite Ihres Angebotes und die Zahl der Backlinks zu Ihrer Seite erhöhen. Es ist jedoch fraglich, ob Ihre User wirklich (noch) alle Icons  nutzen. Prüfen Sie, ob Sie nicht einige streichen können. Facebook, Twitter und Google+ reichen in den meisten Fällen aus.

3. Kein Schnickschnack im Impressum

Grafiken, Abbildungen, Features, Videos – es gibt zahlreiche Möglichkeiten, Ihre User emotional anzusprechen, sie zum Kauf zu verführen.

Doch im Impressum sollten Sie Zurückhaltung üben, denn hier ist Seriosität gefragt. Viele User informieren sich im Impressum über Sie als Anbieter und erwarten hier  eine sachliche, vollständige Darstellung.  Entfernen Sie deshalb alle überflüssigen Elemente. Verzichten Sie ab  jetzt auf Bilder und vereinheitlichen Sie die Typografie. Auch der Link zu Ihrer Web-Design-Agentur hat im Impressum nichts zu suchen.

4. Verschlanken Sie Ihre Formulare

Niemand füllt gern Formulare aus. Auch Ihre User nicht. Formulare sollten deshalb so schlank und übersichtlich wie möglich gestaltet werden. So sehen sie weniger abschreckend aus.

Geburtsdatum und Telefonnummer sollten immer nur optional abgefragt werden, nicht als Pflichtfeld. In manchen Formularen muss die E-Mail-Adresse zweimal eingegeben werden – aus Usersicht eine unnötige Schikane.

Auch CAPTCHAS in Kontaktformularen bremsen Ihre User aus. Wenn Sie viel Spam bekommen, hilft es, das CAPTCHA nur bei IP-Adressen aus den einschlägigen Regionen einzublenden.

5. Verkleinern Sie fremde Logos

Fremde Logos können durchaus Sinn machen:  Payment-Logos schaffen zum Beispiel Vertrauen und zeigen Ihren Usern auf einen Blick, welche Zahlarten möglich sind. Ähnliches gilt für die Logos der Versanddienstleister.  Fremdlogos sollten Ihre Seite aber auf keinen Fall dominieren. Achten Sie darauf, dass die Verhältnismäßigkeit gewahrt bleibt. Ihr Angebot muss im Mittelpunkt stehen.

Achtung Ablenkungsgefahr:

6. Gehen Sie behutsam vor

Zum Schluss noch ein wichtiger Hinweis: Gehen Sie bei Ihrer Webseiten-Diät  behutsam vor.  Punkt für Punkt. Wenn möglich, sollten Sie die abgespeckten Varianten vorher testen. Nicht der radikale Kahlschlag sondern nur die vorsichtige, schrittweise Optimierung führt langfristig zum Erfolg.