Vertrauen schaffen – Konversion steigern (Teil 1)

Das Internet ist ein unheimlicher Ort. Groß, unübersichtlich und voller Gefahren. Der Landing Page Experte Tim Ash schreibt dazu:

Mit der Preisgabe persönlicher Daten, der Zustimmung, von anderen kontaktiert zu werden, und der Bezahlung per Kreditkarte sind große Ängste verbunden. Wie werden meine Daten verwendet? Lande ich damit auf einer Spam-Liste? Werde ich Opfer eines Identitätsdiebstahls? Wird die Ware rechtzeitig und unversehrt ankommen? Werde ich bekommen, was ich bestellt habe? Gibt es bei meiner Bestellung Kleingedrucktes, von dem ich nichts weiß? Habe ich einen Ansprechpartner, wenn es nach dem Kauf Probleme gibt? Ist es einfach, meine Bestellung anzufechten oder zu stornieren?
Quelle: Ash: Landing Pages, S. 35

 Nehmen Sie den Besuchern Ihrer Webseite diese Ängste. Sie wollen sich sicher fühlen, wenn sie bei Ihnen bestellen oder eine andere gewünschte Transaktion ausführen sollen. Sie wollen darauf vertrauen, dass ihr Geld und ihre Daten bei Ihnen in sicheren Händen sind. Das gilt vor allem dann, wenn sie Ihre Seite zum ersten Mal besuchen.

Es gibt eine Reihe von „Signalen“, die Sicherheit vermitteln und die Sie auf Ihrer Webseite gezielt einsetzen können. So zeigen Sie den Besuchern Ihrer Webseite, dass sie Ihnen und Ihrem Angebot vertrauen können:

Der erste Eindruck

Zu den vertrauensbildenden Maßnahmen gehört in erster Linie eine technisch und grafisch hochwertige Webseitengestaltung. Ein ästhetisch ansprechender Web-Auftritt wirkt automatisch glaubwürdiger als eine unprofessionell gemachte Seite, die womöglich noch Rechtschreibfehler enthält. User entscheiden innerhalb von 2,3 Sekunden, ob sie einer Webseite vertrauen können oder nicht (Quelle: konversionskraft). Sie haben ein Gespür für unseriöse, „selbstgebastelte Shops“ und wenden sich im Zweifelsfall einem anderen Anbieter zu.

Die Strahlkraft der Marken

Logos bekannter Marken erzeugen beim Verbraucher einen Wiedererkennungseffekt und damit Vertrauen. Machen Sie sich diesen Bonus zunutze, wenn Sie Produkte bekannter Marken anbieten. Bieten Sie eine Auswahl nach Marken an und zeigen Sie die Logos. Übertreiben Sie es aber nicht, sonst sieht Ihre Seite schnell aus wie ein chinesischer Fake-Shop. Und klären Sie vorher die Rechte ab.

Gütesiegel

Auch Gütesiegel helfen bei der Vertrauensbildung. Nach einer Umfrage der GfK Marktforschung im Auftrag von Trusted Shops hält die Mehrheit der befragten Internetnutzer Gütesiegel für sehr wichtig – vor allem bei unbekannten Anbietern. Allerdings funktioniert das nur bei Siegeln von renommierten Institutionen wie zum Beispiel dem TÜV oder der Stiftung Warentest. Siegel von unbedeutenden Organisationen lösen eher Zweifel an der Seriosität der Website aus.

Die Angebotsbeschreibung

Beschreiben Sie Ihr Angebot exakt. Wenn der User das Gefühl hat, er kauft bei Ihnen „die Katze im Sack“, dann kauft er wahrscheinlich gar nicht, sondern besucht einen anderen Shop. Es sollten keine Zweifel über Größe oder Materialbeschaffenheit Ihrer Produkte aufkommen. Wenn die Bluse aus Kunstfaser ist, seien Sie ehrlich und schreiben Sie es hin. Wenn Sie Kurse und Seminare anbieten, legen Sie die Stornobedingungen offen. Und natürlich nennen Sie die Versandkosten nicht erst im allerletzen Checkout-Schritt. Eine FAQ-Seite kann viele Zweifel ausräumen und so zu einer verbesserten Konversionsrate beitragen.

-> Teil 2